Die Wissenschaft

DER BAUPLAN UNSERES KÖRPERS

Jeder Mensch besteht aus mehreren Billionen kleiner Zellen, die zusammengesetzt das Gewebe unseres Körpers formen.

In jeder einzelnen Zelle steckt ein Zellkern, in welchem sich wiederum etwa 30,000 verschiedene Gene befinden, die die verschiedensten Eigenschaften und Mechanismen unseres Körpers steuern. So gibt es zum Beispiel Gene, die die Farbe unserer Augen bestimmen; Gene, die steuern, welche Körpergröße wir erreichen; Gene, die für die Verdauung bestimmter Nahrungsmittel zuständig sind und Gene, die für die Funktion der Nervenzellen in unserem Gehirn verantwortlich sind. Alle Gene zusammen bilden so den Bauplan unseres ganz individuellen Körpers.

Jeder von uns trägt bestimmte Genvariationen oder auch Gendefekte, die wir entweder von unseren Eltern geerbt haben oder die sich zufällig gebildet haben und nun unsere Gesundheit negativ beeinflussen. Diese Genvariationen kommen sehr häufig vor und sind meist nur einfache Buchstabenänderungen im genetischen Code.

Nun ist es mit der neuesten Technologie möglich, bestimmte Gene auf Variationen testen zu lassen.

Ein gesunder Lebensstil ist natürlich generell anzustreben, weil er auch ohne Informationen über die persönlichen Risiken viele genetische Vorbelastungen neutralisieren kann. Durch die Genanalyse erhalten Sie jedoch zusätzlich Informationen darüber, worauf Sie aufgrund Ihres genetischen Profils besonders achten sollten sowie Vorsorgemaßnahmen, die nicht unter die allgemeinen Richtlinien eines gesunden Lebens fallen.

Als Beispiel – DNA und unser Gewicht

Die Zwei Faktoren bei Übergewicht

Bei Übergewicht gibt es zwei wichtige Faktoren, einmal zu wenig Bewegung und zum anderen zu viel Essen. Es werden zu wenig Kalorien verbraucht und zu viele gegessen, was allmählich zu Übergewicht führt. Es gibt allerdings sehr viele Menschen, die einen solchen Lebensstil führen, aber unterschiedlich schwer sind und manche sind sogar gar nicht übergewichtig. Hier stellt sich die Frage, warum diese Unterschiede bestehen.

Wie Gene unser Körpergewicht beeinflussen

Wir nehmen als Beispiel drei Damen, die alle gleich groß sind und alle 50 kg wiegen. Wenn wir diese drei Damen auf eine besonders fettreiche Ernährung setzten würden, würden wir vermutlich folgendes beobachten:

  • Sabrina nimmt über die Jahre 30 kg zu.
  • Alina nimmt auch zu, aber weniger als Sabrina.
  • Martina nimmt gar nicht zu.

Wir kennen Personen, die dasselbe essen wie alle anderen und nicht zunehmen. Es stellt sich die Frage, wenn sie alle gleich groß sind, warum haben sie bei der selben Ernährung verschiedene Endgewichte?

Hier kommen wir zu den Genen, es gibt das PPARG Gen und das FABP2 Gen. Ich muss dazu sagen, dass dies nur eine Vereinfachung ist. In Wirklichkeit gibt es noch mehr Gene, die dabei eine Rolle spielen, aber ich habe für dieses Beispiel nur zwei ausgewählt.

Von jedem dieser Gene, gibt es zwei verschiedene Versionen. Eine Version führt dazu, dass viel Fett aus dem Darm absorbiert wird (hier gekennzeichnet als „Fettaufnahme“) und die andere bietet einen Schutz vor erhöhter Fettaufnahme. Je nach dem welche Konstellation aus diesen Schutz- und Empfindlichkeitsgenen die Person bekommt, hat es bei einer fettreichen Ernährung einen Einfluss auf das Körpergewicht.

Woher wissen wir das?

Das Wissen haben wir natürlich aus wissenschaftlichen Studien. Wir schauen uns einmal kurz die Wissenschaft zu einem dieser Gene an. Das PPAR-Gamma-Gen hat eine spezifische Genvariation, die Pro12Ala Mutation. In der Darstellung sind die Personen mit der Genvariation immer rechts und ohne Genvariation links aufgelistet.

Es gibt eine Metastudie, bei der 30 verschiedene unabhängige wissenschaftliche Studien zusammengezählt wurden. Die Studien haben alle dasselbe gemacht und sind alle auf das selbe Ergebnis gekommen. Das Ergebnis war, dass Personen mit der Genvariation einen erhöhten BMI (Body-Mass-Index) hatten. Sie waren also übergewichtiger, als Personen ohne die Genvariation. Für diejenigen die es interessiert, gibt es hier die Quelle zur Studie: Rankinen et al., Obesity 14: 529-644.

Nun kommen wir zur Fettempfindlichkeit. Eine sehr interessante Studie aus dem Jahre 2001 hatte 343 Probanden auf eine besonders fettreiche Ernährung gesetzt. Es war natürlich ungesund für die Probanden, aber sie haben teilgenommen um herauszufinden, ob es einen Zusammenhang mit diesem Gen gibt. Interessant war, dass besonders die Personen mit der Genvariation, wie zu erwarten war, allmählich zugenommen haben. Die Personen ohne die Genvariation haben nicht weiter zugenommen und waren mehr oder weniger Resistenz gegen die Menge an Fett in der Ernährung. Ein seriöser Wissenschaftler würde dies interessant finden, aber noch nicht glauben und zuerst eine Replikationsstudie sehen wollen.

In einer Studie mit 130 Probanden wurde das Experiment von einer unabhängigen Forschungsgruppe und an einer unabhängigen Population wiederholt und das Ergebnis war genau dasselbe. Die Personen mit der Genvariationen haben bei mehr Fett allmählich zugenommen und die anderen nicht.

Es hat sich wissenschaftlich wiederholt gezeigt, dass Personen mit der Genvariation empfindlicher gegenüber Fett in der Nahrung sind, als Personen ohne der Genvariation. Ein wichtiger Faktor ist bei diesen Genen zu berücksichtigen. Es sind nicht Gene, die von der Wissenschaft gerade erst vor drei Monaten entdeckt wurden, wo eine Studie einen Effekt gezeigt hat, der wahrscheinlich in der nächsten Studie schon wieder widerlegt wird. Das PPAR-Gamma-Gen ist der Wissenschaft seit Jahrzehnten bekannt und viele Wissenschaftler haben dazu Studien durchgeführt. Es gibt bereits 7500 Studien nur zu diesem Gen. Nicht nur zu Übergewicht, sondern auch zu Diabetes und anderen Faktoren. Dieses Gen ist also keine Neuentdeckung. Wissenschaftlich gesehen ist es ein alter Hut und wurde immer wieder neu bestätigt.

E-Mail an mich: office@wellness-hypnose.at


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